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AD(H)S -> das große Thema
 

 



Das neue Denken



Lieber einen Sommer auf der Alm als ein Leben lang auf Ritalin - Vorschautrailer

http://www.youtube.com/watch?v=O_t30BX7Duw

Ruhig gestellt und angepasst - Warum 500.000 ADHS-Kinder Drogen nehmen sollen

http://www.youtube.com/watch?v=UMw-3K-6K9A  

ADHS ist keine Störung 29.01.2013 ZDF - Prof. Gerald Hüther, siehe Link:

http://www.youtube.com/watch?v=rBh6Mya6sOk

Wie man Kinder & Jugendliche inspirieren kann - Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther, siehe Link:

http://www.youtube.com/watch?v=SEa21m5IAKY

Bedeutung der Emotionen für das Lernen - Gerald Hüther.flv

http://www.youtube.com/watch?v=VDaBL1Kp0rE

Die Frontallappen, AD(H)S, unsere Kinder, unser starres System des 21. Jahrhunderts...


Ein wichtiger Bereich unseres Gehirns sind die Frontallappen. Sie können Ursache vieler Symptome oder Erkrankungen sein, wodurch sich Menschen in Behandlung begeben. Doch wo liegt die Ursache darin, dass in heutiger Zeit das Gehirn Veränderungen vornimmt, die bestimmte Bereiche eher verkümmern lässt wie zB die Motivation, die Kreativität, die Begeisterungsfähgkeit unserer Kinder und andere Bereiche hingegen stärker ausprägt wie zB. bei Jugendlichen den Hirnbereich der Daumenbewegung?
Leider wird in Deutschland noch viel zu wenig Ursachenforschung betrieben, wenn es um unsere Gesundheit und um das sinnvolle *Lernen/Verändern* des Menschen geht. Und ein weiterer großer problematischer Punkt liegt in der Umsetzung/im Verändern der Situationen, was einem Kind die Möglichkeit bieten, sich selbst begeistert und kreativ zu entfalten. Worin liegt der Sinn für einen Menschen Lernstoff *auswendig* zu lernen, ohne dass es für ihn Sinn macht, ohne Emotion? Laut Hirnforschung werden Menschen nur dann effektiv lernen und sich entwickeln, wenn diese Lerninhalte an Gefühle gebunden sind. Überlegen Sie mal selbst an welche vergangenen Situationen Sie sich erinnern?
Unser Gesundheits und Bildungsapparat ist dazu da, um zu *funktionieren* und nicht zwangsläufig um zu helfen/zu unterstützen. Das beginnt mit den Krankenkassen und endet mit dem Zeitmangel, der Überforderung und der fest vorgegebener Rahmenbedingungen der Mediziner, Therapeuten, Lehrer, Kindergärtner/innen.
 

Dabei können z.B. neue wissenschaftliche Erkenntnisse (siehe Links zu Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther) dabei helfen, die Diagnostik und therapeutische Vorgehensweisen zu erleichtern und abzuwägen, ob und in welchem Rahmen bestimmte Therapieformen und Lernformen greifen könnten. Grundvorraussetzung ist jedoch, dass diese Therapieformen für die Patienten/Klienten/für das Kind Sinn macht und der Therapeut, Lehrer, Mediziner eine Möglichkeit findet den Klienten zu inspirieren, zu begeistern, so dass das Hirn des Klienten Erfahrungen emotional speichert und Vernetzungen im Hirn gebildet werden. Nur auf diese Weise finden Veränderungen, findet Entwicklung, findet Haltung (Frust aushalten können, abwarten können, soziale Fähigheiten) statt.


Die medizinische Seite:

Symptome, die von einer Störung in den Frontallappen ausgehen können

 

  • Mangel an sozialen Fähigkeiten

  • Mangelnde Empathie (das Empfinden *andererÜ nachvollziehen können ist nicht oder kaum möglich)

  • Zeitstrukturierung ist auffällig, wie z.B.  Struktur des Alltags, Zeitabfolgen, Sequenzen

  • Mobbing (fühlen sich von anderen immer wieder angegriffen, die Anpassung an die Außenwelt fällt schwer)

  • Ängste / Panikattacken
  • Konzentrationsstörungen/Aufmerksamkeitsstörungen
  • Motivationsmangel, Antriebslosigkeit
  • Depressive Zustände

 

Die Frontallappen leiten Aufgaben an andere Gehirnareale zur weiteren Verarbeitung weiter. Die Präfrontallappen haben neuronale Verbindungen zur Amygdala (Fight or Flight= Kampf oder Flucht- Reaktion).

Die Amygdala ist wesentlich an der Entstehung der Angstbeteiligt und spielt allgemein eine wichtige Rolle bei der emotionalen Bewertung und Wiedererkennung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren: sie verarbeitet externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen dazu ein. Eine Zerstörung beider Amygdalae würde zum Verlust von Furcht- und Aggressionsempfinden und so zum Zusammenbruch der mitunter lebenswichtigen Warn- und Abwehrreaktionen führen.

Eine Weiterleitungsstörung des Präfrontallappens zur Amygdala könnte also auch eine mangelnde Impulskontrolle als Konsequenz mit sich bringen, was häufig mit dem Bild des ADHS Kindes verbunden wird.


Wichtig was man wissen sollte über den Zusammenhang der Frontallappen und AD(H)S


Die Präfrontallappen (also der vordere Bereich der Frontallappen) bilden sich häufig erst bis zum 21. Lebensjahr vollständig aus. Einschränkungen, fehlende Kompetenzen in diesem Bereich bei Kindern und jugendlichen können also darin begründet sein, dass das verantwortliche Areal noch gar nicht existent ist, nicht ausgebildet ist ggf. durch fehlende oder ungünstige Erfahrungen.
Der Therapeut, der Lehrer, die Eltern, das Umfeld müssen sich also die Frage stellen, welche Wege für den Klienten sinnvoll sind diese günstigen Erfahrungen zu sammeln, die dem Klienten bisher verborgen geblieben sind. Um dies zu forcieren ist es wichtig, dass Eltern, Lehrer und Umfeld des Klienten sich darauf einstellen den Klienten zu ermutigen, zu inspirieren und zu begeistern für neue Erfahrungen, wordurch sich Vernetzungen im Frontalhirn bilden können.

 
Medizinische/neurologische Seite:

Ein Großteil der Störungen anderer Systeme im Gehirn kann von den Frontallappen ausgehen. Sie leiten Aufgaben an andere Zentren weiter. Sind sie in ihrer Funktion gestört, kommen Aufgaben ggf. nicht dort an, wo sie weiterverarbeitet werden sollen. Oft wird dann fälschlicher Weise ein anderes Areal verdächtigt, verantwortlich für die Störung zu sein, dieses funktioniert aber tadellos und wird lediglich durch die fehlende Information von den Frontallappen an seiner Arbeit gehindert.

Die Frontallappen liegen an einer Position im Gehirn, die mit am weitesten von der zentralen Blut- und Sauerstoffversorgung entfernt ist. Eine niedrige Sauerstoffsättigung (z.B. durch Rauchen, Schlafapnoe oder Schwäche in der Atemmuskulatur währen Wachstumsphasen) kann ihre Funktion maßgeblich beeinträchtigen.


Hypnose und Frontallappen

Mit der Hypnose können bestimmte Verhaltensauffälligkeiten, deren Ursache im Frontallappen angesiedelt ist, verändert werden.

Wenn eine Behandlung jedoch innerhalb eines bestimmten Zeitraumes keine Verbesserung der Symptome zeigt, könnten ggf. größere neurologische Störungen der Grund sein. Falls eine größere Funktionsstörung des Hirns vorhanden sein sollte, dann ist es möglich, dass ergo,- psycho,- oder hypnotherapeutische Maßnahmen nicht ausreichend wirken können.
In diesem Fall wäre es ratsam ein EEG zu veranlassen, um die Frontallappen- Funktionen genauer zu betrachten. Je nach Störbild sind andere neurologische und umfangreichere Therapien erforderlich.

 

Zur Diagnostik:

Messungen per EEG im 10-20-System:

Frontale Pole - Fp1, Fp2, Fpz;
frontal – Fz, F3, F4, F7, F8
Bitte auf Ausgewogenheit / Unausgewogenheit achten. Rechtslastige Unausgewogenheit deutet möglicherweise auf endogen bedingte depressive Verstimmungen hin.

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